SENSOR Innovationspreis 2007 - Die Preisträger

Die Preisträger

23.05.2007

 

Der AMA Fachverband für Sensorik e.V. zeichnet zwei Arbeiten aus
 
Zum siebten Mal hat der AMA Fachverband für Sensorik e.V. aus Anlass der SENSOR+TEST 2007 den SENSOR Innovationspreis ausgeschrieben und mit 10.000 € dotiert.
 
Nach dem geringen Rückgang von Bewerbungen aus dem Ausland im letzten Jahr als Folge des Wechsels auf einen einjährigen Zyklus gab es in diesem Jahr wieder die gewohnt hohe Anzahl von Bewerbungen für den SENSOR Innovationspreis 2007, davon rund 30 % aus dem Ausland. Auch beim Niveau der Anmeldungen hatte es eine weitere Steigerung gegeben.
 
Die Jury unter der Leitung von Herrn Prof. Dr. Andreas Schütze (Uni Saarbrücken) hatte im Februar 2007 bereits vier Arbeiten in die engere Wahl genommen - davon zwei aus dem Ausland. Dabei bezogen sich drei der vier nominierten Arbeiten auf Neuerungen in der Gasanalyse, eine inhaltliche Häufung, die es in der Geschichte des SENSOR Innovationspreises bisher noch nicht gegeben hatte.
 
In einem zweiten Bewertungsdurchgang hat sich die Jury nun für eine Teilung des Preises in zwei erste Plätze entschieden, entsprechend wurde auch das Preisgeld zu gleichen Teilen aufgeteilt. Die Preise wurden im Rahmen der Eröffnungsfeier der SENSOR+TEST 2007 an die Entwicklerteams übergeben, die Ehrung der Preisträger nahm der frühere Bundesbildungsminister Prof. Dr., Dr. e.h., Dr. h.c. mult. Karl-Hans Laermann vor:
 
1. Preis (je 5.000 €)
MIROS - Micro Mechanical Oxygen Sensor
ABB AG Forschungszentrum / ABB Automation GmbH Deutschland
Teamsprecher: Dr. Peter Krippner, ABB AG, Ladenburg
Die Sauerstoffmessung ist erforderlich zur Rauchgasmessung in fossil gefeuerten Kraftwerken, aber auch erforderlich für die Abgasmessung an Motorprüfständen oder Kleinverbrennungsanlagen sowie in der chemischen Industrie. Bisher konnte die sehr selektive paramagnetische Sauerstoff-Konzentrationsmessung nicht breit eingesetzt werden, zum einen wegen der komplexen und teuren feinmechanischen Fertigung, aber auch wegen deren geringer Korrosionsbeständigkeit und des langsamen Ansprechens. Der neue mikromechanische Sensor und das dafür optimierte innovative Gehäusekonzept erschließen mit dem schnelleren Ansprechverhalten, der verbesserten Lebensdauer in aggressiven Gasen, der reduzierten Baugröße und der erstmals möglichen automatisierten Fertigung eine Vielzahl neuer Anwendungen.
 
HoloChip - Miniature optical spectrometric sensor with a synthetic holographic mirror
OptoSense AS / SINTEF / Tomra Systems ASA, Norwegen
Teamsprecher: Dr. Trond Melen, OptoSens AS, Oslo
Mit der HoloChip-Technologie wird die Lücke geschlossen zwischen optischer Spektroskopie einerseits und Filter-basierten diskreten Systemen andererseits. Ein Spiegel mit synthetischem Hologramm, der mittels konventioneller CD-Fertigungstechnik preiswert herstellbar ist, erzeugt mehrere Spektren mit definiertem räumlichen Versatz, die durch mechanisches Scannen senkrecht zum Spektrum abgetastet werden. Im Gegensatz zu Spektrometern ist die erforderliche mechanische Präzision erheblich geringer, die Leistungsfähigkeit aber wesentlich höher als mit konventionellen Filterradsystemen. Das Einsatzspektrum ist sehr breit und reicht von der Identifizierung von Kunststoffen im Recycling über die IR-Gasmesstechnik bis hin zu Medizintechnik und Biotechnologie.

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